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Elternnetzwerk „eins plus b“ besteht seit zehn Jahren

Der 15-minutige Film, der von Tobias Ruppert und Jürgen Bubeck konzipiert und realisiert wurde, präsentiert die vielfältigen Angebote von „eins plus b“ sowie die Arbeit der ehrenamtlichen Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter. Anhand von konkreten Beispielen wird deutlich, welche Wirkung das Elternnetzwerk insbesondere auf Familien mit internationaler Biographie und deren Integration hat. Erfahrungsberichte veranschaulichen, wie sich das Team der Engagierten für die Chancengleichheit aller Kinder und das Empowerment von Migrantinnen einsetzt.

Das Kernanliegen von „eins plus b“ ist es, insbesondere Eltern mit Migrationsbiografie die Bedeutung der Sprache als Schlüssel zur Bildung zu vermitteln und somit Chancen für ihre Kinder zu erkennen. Die Aufgaben im Elternnetzwerk sind vielfältig: den internationalen Eltern Wissen über das hiesige Bildungssystem zu vermitteln, die Erziehungskompetenz zu stärken und über Themen der Kindesentwicklung zu informieren, die Eltern je nach sprachlicher Kompetenz bei Gesprächen in Kindergarten und Schule zu unterstützen und vieles mehr. Es gibt zahlreiche Angebote in allen Stadtteilen: internationale Spiel- und Krabbelgruppen, Elterncafés, Computer-Grundlagenkurse, Kommunikationskurse mit Kinderbetreuung, Eltern-Kind-Treffs für Kinder im letzten Kindergartenjahr. Die Aufgaben übernehmen ehrenamtliche muttersprachliche Elternbegleiterinnen – inzwischen gibt es auch drei männliche Elternbegleiter Sie alle haben eine Qualifizierung absolviert haben. Sie ermöglichen als Kulturdolmetscher*innen und Brückenbauer*innen einen muttersprachlichen Zugang zur Zielgruppe der Eltern mit Migrationsbiografie. Als Vorbilder ermuntern sie Frauen, eigene berufliche Perspektiven zu suchen. Etliche Elternbegleiterinnen sind inzwischen in Ausbildung zur Erzieherin oder arbeiten bereits in diesem Beruf, andere interessieren sich für eine Ausbildung als Pflegefachkraft oder sind Kursleiterinnen bei der Volkshochschule.
Beim Jubiläumsfest im November hatte der Imagefilm von „eins plus“ Premiere. Im Film kommt unter anderem der Gründungsvorstand der Bürgerstiftung Ostfildern, Dr. Peter Stapelberg, zu Wort. Und auch bei der Festveranstaltung wurde die tragende Rolle der BSO gewürdigt. Oberbürgermeister Christof Bolay sprach davon, dass „eins plus b einzigartig in der Region“ sei und dass „es eine wichtige Funktion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“ habe. In „eins plus b“ stecke „Fachlichkeit, Weitblick, ein hoher Vernetzungsgrad, Emotion und pädagogische Leidenschaft“.

„Eins plus b“ war im Dezember 2013 von der Bürgerstiftung Ostfildern ins Leben gerufen worden, in Kooperation mit der Stadtverwaltung und der Kinder- und Jugendförderung Ostfildern (KiJU). Bis 2015 übernahm die BSO die Finanzierung umfänglich. Wegen des anerkannten dringenden Bedarfs und wegen einer Finanzierungslücke förderte die BSO in einem gewissen Umfang weiter, obwohl das Projekt bereits im Fachbereich Bildung, Kultur und Familie angesiedelt worden war. Im Juni 2021 beschloss der Gemeinderat, das Erfolgsprojekt zu verstetigen, personell aufzustocken und Geld dafür im Haushalt bereitzustellen. Für die Bürgerstiftung ist es eine große Freude, dass sie mit dieser Idee und der Anschubfinanzierung eine solch nachhaltige Hilfe für zugewanderte Familien erreichen konnte.

Link zum Imagefilm: www.ostfildern.de/einsplusb.html
Der Film wurde von der BSO über die Partnerschaft für Demokratie im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Bürgerstiftung Ostfildern als Initiatorin
Jürgen Bubeck (vorn) und Tobias Ruppert bei den Drehaufnahmen zum Imagefilm von „eins plus b“
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