Keine Kontakte in der Menschenmenge

Die Ausstellung VUCA-World zeigt seit 1. Februar Werke des ukrainischen Dokumentarfotografen Maxim Dondyuk und des Ludwighafener Fotografen Rainer Zerback. Beide beschäftigen sich auf sehr unterschiedliche Weise mit Spuren des Menschen in der Landschaft. Im Kunstvermittlungsprojekt betrachteten Kinder aus Kitas, Grundschulen und Gymnasien die Fotografien. Die Bilder von Rainer Zerback zeigen große Menschenansammlungen an touristischen Hotspots. Hier sind viele Personen zu sehen, die nebeneinander gehen oder stehen, ohne miteinander zu interagieren, häufig vertieft in ihre Smartphones. Mit den Schüler: innen (hier vom Heinrich-Heine-Gymnasium) wurde darüber gesprochen, wie sich Nähe und Distanz in solchen Situationen anfühlen und wie digitale Geräte unser Miteinander beeinflussen. Zudem wurde diskutiert, wie Menschen sich an beliebten Reisezielen bewegen, oft ohne Rücksicht auf Natur und Umgebung, und welche Folgen dies für Landschaften haben kann.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Arbeiten von Maxim Dondyuk, die beklemmend schön komponierte Landschaftsfotografien aus der Ukraine zeigen, in denen zugleich Spuren von Krieg und Zerstörung sichtbar werden. Die Kinder betrachteten diese Bilder und tauschten sich darüber aus, wie brachial der Mensch Landschaften verändert und welche Geschichten Orte erzählen.



Im praktischen Teil gestalteten die Kinder anschließend eigene Landschaften und Himmelsbilder. Inspiriert vom Ostfilderner Drachenfest arbeiteten sie mit Farben und selbst gestalteten Druckstöcken und entwickelten so ihre eigenen Bildideen zu Himmel und Landschaft. Diese sehen positiv und bunt aus, wie das Beispiel aus der Lindenschule zeigt.

Schüler:innen des HHG diskutieren in der Städtischen Galerie Ostfildern über die Fotos von Rainer Zerback.