Positiver Ausblick für 2026
Einen positiven Ausblick ins Jahr 2026 hat Daad Lorenz, die Koordinatorin des Mentoring-Programm, bei einem Treffen des Trägerkreises gegeben. Bis Ende März konnte sie bereits zehn neue Patenschaften vermitteln. Vier Patenschaften aus 2025 werden weitergeführt. Acht neue Patenschaften sind in der Probezeit. Hier werde noch geprüft, ob Mentee und Pate zusammenpassen. Für ein Kind muss noch ein Pate gesucht werden.
Die meisten Mentees sind nach wie vor Schüler:innen, die Mehrheit ist im Grundschulalter. Sie stammen zumeist aus Syrien, Afghanistan und der Türkei. Fast alle benötigen Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache, manche brauchen auch Hilfe in der Mathematik. Inzwischen können zunehmend auch Schulräume für die Treffen der Patenschaften genutzt werden. Seit die Räume in der städtischen Unterkunft Hagäckerstraße wegen eines Wasserschadens nicht mehr zur Verfügung stehen, können sich die Paten mit ihren Mentees im Treffpunkt Kemnat begegnen.
Erwachsene Mentees suchen meist nach einem Sprachpartner. Hierbei bietet der Deutschstammtisch des Freundeskreises Asyl eine wertvolle Unterstützung (Termine). Erstmals bietet eine ehrenamtliche Sprachlehrerin auch ein Gruppenangebot zum Deutschlernen an, zwei Personen aus der Ukraine und drei aus der Türkei nehmen daran teil. Diese Gruppe ist noch in der Probephase.
Wichtig ist für die Programmkoordinatorin auch die Netzwerkpflege. Sie unterstützt das Projekt „Menschen in Teilhabe bringen“ und nimmt regelmäßig an den Frühstückstreffen für Frauen teil. Dadurch stehe sie im intensiven Austausch mit Müttern, auch über deren Kinder, von denen einige als Mentees betreut werden, berichtet Daad Lorenz. Ein wichtiger Austausch erfolge auch mit der Sozialarbeiterin Nora Unterberger, die das Projekt „Kinder im Fokus“ leitet, zumal mehr als die Hälfte der Mentees Kinder seien, die in städtischen Unterkünften lebten. Sie halte Kontakt zum Städtischen Sozialdienst. Und vielleicht, so hofft Daad Lorenz, ergeben sich neue Kontakte nach einem Treffen in der Frauenrunde der evangelischen Gemeinde in der Parksiedlung. Dort werde sie über das Mentoring-Programm berichten.
Das Mentoring-Programm ist seit Jahren das erfolgreichste Integrationsprojekt in Ostfildern. Es wird vom Freundeskreis Asyl, der Stadt Ostfildern und der Bürgerstiftung Ostfildern getragen und über den Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V. im Rahmen des Patenschaftsprogramms „Menschen stärken Menschen“ vom Bundesfamilienministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Kontakt: Daad Lorenz, mobil: 0178 8255337, Mail: mentoring.buergerstiftung@outlook.de
