Die Stiftung ist solide aufgestellt

Das Stifterforum der Bürgerstiftung Ostfildern (BSO) im Stadthaus ist auch in diesem Jahr auf großes Interesse gestoßen. In einem kurzen nichtöffentlichen Teil wurden zu Beginn die Stifterinnen und Stifter über die Satzungsänderung informiert. Darin sind die Mitgliedschaft im Gremium Stifterforum, die Aufgaben und Zuständigkeiten neu definiert worden. Wichtigste Neuerung für die konkrete Arbeit der BSO: die Mitglieder des Stiftungsrats werden nicht mehr gewählt, sondern kooptiert. Sie können vom Gremium selbst berufen werden. 

Im anschließenden öffentlichen Teil begrüßte Irmgard Brendgen, die Vorsitzende des Stiftungsrats, die Gäste. Es sei gerade in Krisenzeiten wichtig, dass es Menschen gebe, die bereit seien, Zeit oder Geld für das Gemeinwohl zu spenden. „Davon lebt die Bürgerstiftung“, betonte sie. Sie vertraue darauf, dass die Gäste diese Botschaft weiterverbreiten werden. 

Die Gäste, darunter Oberbürgermeister Christof Bolay, der Bundestagsabgeordnete David Preisendanz sowie Mitglieder des Gemeinderats, verfolgten interessiert die Ausführungen von Vorstandsmitglied Ludger Eltrop über die Arbeit der Bürgerstiftung und der Futterer-Stiftung. Beide Stiftungen seien finanziell solide aufgestellt: Der Vermögensstock der Futterer-Stiftung wachse kontinuierlich durch Zustiftungen der Familie Futterer, die BSO generiere wachsenden Überschuss durch die Vermietung ihrer Immobilie in der Nellinger Maybachstraße. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Vermögen beider Stiftungen deutlich auf nun gut 4,5 Millionen Euro. Dieser Zuwachs sei auf den Bau des Kühnlehauses zurückzuführen, dem bislang größten Projekt der BSO. Ein Großteil der 16 barrierefreien Wohnungen sei bereits vermietet. Im November könne das Haus bezogen werden.

Ein kurzer Überblick über geförderte Projekte verdeutlichte das breite Spektrum der Hilfen: ein neues Kühlgerät für den Tafelladen, Förderung des Bernhard-Krol-Musikwettbewerbs für junge Talente, Sommerleseclub, Weihnachtsaktion und vieles mehr. Eltrop verwies auf das Leuchtturmprojekt „Pakt für Prävention“, das in der Region einzigartig sei. In Kooperation mit allen Schulen und der Kinder- und Jugendförderung KiJu sei es gelungen, ein nachhaltiges Projekt zu starten, das sich mit verschiedensten Präventionsthemen befasst – von (sexualisierter) Gewalt über (Cyber-)Mobbing, Sucht bis hin zur Förderung von gesellschaftlichen Werten wie Demokratie, Toleranz und Zusammenhalt. 15.000 Euro jährlich stellt die BSO den Schulen seit Herbst 2024 in einem vereinfachten Verfahren zur Verfügung.

Ein Gastbeitrag der Stuttgarter Rechtsanwältin Lilian Wolfer zum Thema „Vermächtnis und Testament“ stieß auf ebenfalls großes Interesse. Das zeigten die zahlreichen Fragen im Anschluss, die Vorstandsmitglied Kai Dörfner moderierte.

Projektpartner der BSO haben zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen: Junge Musikerinnen und Musiker der Musikschule boten mit einem Gitarren-Geige-Duo sowie mit dem sechshändigen Spiel eines Trios am Klavier erstklassige Unterhaltung. Die Schülerfirma des SBBZ Lernen der Lindenschule verwöhnte die Gäste mit Köstlichkeiten vom Buffet.